Master of Laws in Criminology and Criminal Justice
Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Weiterbildungsstudiengang "Master of Laws (LL.M.) in Criminology and Criminal Justice - Kriminologie und Strafrechtspflege" angeboten.
Einschreibung
Zunächst sind die Bewerbungsunterlagen an das Prüfungsbüro (des Lehrstuhls, z.H. Hans Kromrey) zu senden, dazu zählen neben dem Hochschulzeugnis/einer beglaubigten Kopie davon ein Motivationsschreiben, der Lebenslauf, das Abiturzeugnis/eine beglaubigte Kopie davon sowie ggf. der Antrag auf Erteilung des Dispenses von einer der Zulassungsvoraussetzungen.
Wenn die Unterlagen vollständig vorliegen und die Zulassungsvoraussetzungen insoweit erfüllt sind, sendet das Prüfungsbüro eine Nachricht an den Bewerber, dass er nun seine Immatrikulation beim Studierendensekretariat (der Universität) beantragen kann. Als Anhang dieser Nachricht erhält der Bewerber seine eingesendeten Originale/beglaubigten Kopien zurück sowie eine Bestätigung des Lehrstuhls, dass er die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Diese Bestätigung sendet der Bewerber anschließend an das Studierendensekretariat (der Universität), zusammen mit allen dort geforderten Unterlagen. Dazu zählen also (erneut) auch entsprechende Originale/beglaubigte Kopien, soweit vom Studierendensekretariat konkret erwünscht. Informationen dazu finden sich auf: http://www.uni-greifswald.de/studieren/studierendensekretariat/einschreibung.html
Studiendauer und Kosten:
Das Studienprogram ist auf ein Jahr angelegt. Der Studiengang ist gebührenpflichtig. Die Kosten pro Student für das Studienjahr werden mit 1500,- € veranschlagt. Allerdings können im Greifswalder Schwerpunktprogramm "Kriminologie und Strafrechtspflege" oder einem vergleichbaren Schwerpunktprogramm anderer Universitäten erbrachte Leistungen angerechnet werden, so dass sich die Gebühren u. U. erheblich reduzieren.
Die Studienordnung, die Prüfungsordnung sowie die Entgeltordnung können unter auf dieser Seite als pdf-Dateien heruntergeladen werden.
Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen:
Der Weiterbildungsstudiengang richtet sich an Absolventen der Fachrichtungen Jura, Psychologie oder von anderen sozialwissenschaftlichen Studiengängen mit einem abgeschlossenen mindestens vierjährigen Studium mit anschließender Praxiserfahrung. Bitte beachten Sie, dass weder ein Bachelorabschluss, noch eine dreijährigen Ausbildung an den Verwaltungsfachhochschulen des Bundes sowie der Länder, die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Hierdurch sollen Personen angesprochen werden, die eine Spezialisierung in Praxisfeldern der Strafrechtspflege anstreben, beispielsweise in der Jugendkriminalrechtspflege (u. a. bei freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe), im Strafvollzug, in der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Strafverfolgung, der Jugend- und Erwachsenenstrafgerichtsbarkeit. Ebenso kommt als Berufsziel die kriminologisch orientierte Forschungstätigkeit bei Landeskriminalämtern, den kriminologischen Diensten im Strafvollzug der Bundesländer, bei Ministerien des Bundes und der Länder sowie bei internationalen Einrichtungen (UN, Europarat, NGO's) in Betracht. Insbesondere sollen auch ausländische Studierende angesprochen werden.
Der Studiengang trägt so und durch die Integration von Lehrangeboten ausländischer Wissenschaftler wesentlich zur angestrebten Internationalisierung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität bei.
Ein weiterer programmatischer Schwerpunkt liegt in der (von der Natur der Sache her vorgegebenen notwendigen) Interdisziplinarität. So sind am geplanten Master-Programm Kolleginnen und Kollegen der Psychologie, der Psychiatrie, der Erziehungswissenschaften und der Rechtsmedizin beteiligt. Die Community Medicine ist über Lehr- und Forschungsprojekte zum Gesundheitsverhalten (Alkohol und Straßenverkehrskriminalität) involviert.
Damit leistet der Studiengang auch einen Beitrag zur Vernetzung von Lehre und Forschung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen mit der Philosophischen und der medizinischen Fakultät. Perspektivisch werden auch die Politikwissenschaft und die Soziologie einzubeziehen sein.
Zukunftsperspektiven
Die Perspektiven dieses Studiengangs liegen nicht zuletzt in der möglichen weitergehenden Internationalisierung durch die Fortentwicklung in Richtung internationaler Studiengänge (ggf. mit gemeinsamen Prüfungen und Diplomen). Insoweit bestehen Arbeitsbeziehungen mit den Universitäten Tomsk (Russland) und Vilnius (Litauen). Vorüberlegungen wurden u. a. im Rahmen eines derzeit laufenden und vom Lehrstuhl für Kriminologie in Greifswald mit koordinierten Tempus-Projekts mit den sibirischen Universitäten Tomsk, Omsk, Irkutsk und Krasnojarsk entwickelt. Als weitere Partner einer intensiven internationalen Kooperation kommen die Universitäten Sheffield, Nottingham (England), Leuven (Belgien) und Pau (Frankreich) in Betracht, mit denen enge Arbeitsbeziehungen im Rahmen des Sokrates-Programms und eines europäisch-kanadischen Austauschprogramms der Europäischen Union ("GLOBUS - Social Justice and Human Rights") bestehen.
Master-Ordnungen als pdf-Dateien:
Hans Kromrey
Sprechzeit: mittwochs, 15-16 Uhr
o. Termine nach Vereinbarung
Domstraße 20a
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-2139
hans.kromrey@uni-greifswald.de

