Forschung & Lehre zur Zukunft der Bahn
Zusammen mit Projektpartnern der TU Braunschweig, der TU Berlin und der TU Dresden forscht der Lehrstuhl am Projekt „Die neue Balance emissionsarmer Mobilität: Die Eisenbahn in Zeiten von Elektroautos."
Diesbezüglich werden auch regelmäßig Lehrveranstaltungen angeboten.
Forschung
Das Forschungsprojekt widmet sich der Frage, wie sich die Bahn technisch und strategisch gegenüber einer sich abzeichnende Technologierevolution im Individualverkehr positionieren sollte, um zukunftsfähig zu bleiben oder zu werden.
Sollte sich das Szenario realisieren, dass sich im Automobilverkehr Elektroautos durchsetzen, würden sich die Vorzeichen einer staatlichen Förderung der Bahn grundlegend ändern; während der Aspekt der Daseinsvorsorge (öffentlicher Nahverkehr) konstant bleiben wird, wird unter dem umweltpolitischen Aspekt eine Neuorientierung nötig werden. Zudem wird sich auch ökonomisch die Wettbewerbssituation wesentlich verändern, mit unter Umständen deutlich geringeren Verbrauchskosten im Individualverkehr (bei Betrachtung eines langfristigen Zeithorizonts). Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, grundlegend über technische und prozessuale Innovationspotenziale im Bereich der Bahn nachzudenken und zu fragen, wie der Staat eine entsprechend innovationsfördernde Steuerungsstrategie entwickeln kann (insbesondere im Bereich finanzieller Förderung).
Das Projekt ist interdisziplinär ausgerichtet und findet unter Beteiligung technischer, steuerungstheoretischer und verkehrswissenschaftlicher Kompetenzen sowie der Praxis statt.
5. Greifswalder Forum „Umwelt und Verkehr“
Vom 15.-17. April 2010 fand das 5. Forum der Greifswalder Tagungsreihe „Umwelt und Verkehr“ statt.
Gegenstand der Tagung war eine Folgenabschätzung der zunehmenden Elektromobilität im Automobilverkehr für den Verkehrsträger Eisenbahn und die daraus erwachsenden Chancen und Gefährdungspotenziale für den Schienenverkehr. Dies fokussiert die vielfältigen Schnittpunkte der Verkehrsträger bezüglich Energie und Infrastruktur und die künftigen Herausforderungen für die Neupositionierung der Bahnunternehmen, insbesondere hinsichtlich ihrer Innovationskraft.
Außerdem wurde untersucht, welche Konsequenzen die technischen Entwicklungen für den optimalen Einsatz öffentlicher Mittel haben sowie welcher rechtliche und politische Anpassungsbedarf besteht.
Prof. Dr. Michael Rodi
17489 Greifswald
Tel.: +49 (0) 49 (3834) 86-2100
Fax: +49 (0) 49 (3834) 86-2114
Lsrodi@uni-greifswald.de

